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Rudolf Bembenneck

Am 16.01.2019 fand der Festakt zur Namensgebung der IGS statt. Auf Vorschlag des Schulvorstandes hatte der Rat der Stadt Burgdorf im September 2018 beschlossen, dass die IGS „Rudolf-Bembenneck- Gesamtschule“ heißen soll. Mit dieser Namensgebung nehmen wir als Schule den Auftrag an, unseren Leitspruch und Leitbild mit Leben zu füllen und uns das Leben und Wirken eines großen Burgdorfers zum Vorbild zu nehmen. Mit Rudolf Bembenneck hat die IGS eine unbestritten hoch angesehene Burgdorfer Persönlichkeit zum Namensgeber, welcher durch sein vorbildliches engagiertes Handeln nicht nur eine angemessene Würdigung und bleibende Erinnerung erfahren, sondern vor allem auch für junge Menschen stetiges Vorbild sein kann. Das Leitbild unserer Schule ist eng verbunden mit dem sozialen Handeln, der Mahnung zur Toleranz und Achtung der Menschenwürde, für die Rudolf Bembenneck immer gestanden hat. Er hat vorgelebt, wie man jedem Menschen mit Respekt begegnen kann, unabhängig von seiner Herkunft und seinen Fähigkeiten. Ebenso ist es uns wichtig, mit unseren Schülern vor Ort auf den Spuren unseres Namensgebers wandeln zu können. Die Pflege einer Erinnerungskultur ist ein unerlässlicher Rahmen für unser demokratisches Gemeinwesen. Diese soll an der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule gelebt werden. Wir haben die Möglichkeit, hier in Burgdorf in vielfältiger Art im Rahmen von Projekten und Unterricht an sein Wirken anzuschließen.

 

“Menschliches Leben hat Rang und Würde unabhängig von Erfolg und Besitz. Es ist kostbar und zu achten, auch wenn es krank, arm, eingeschränkt oder hinfällig ist.“
                                                                                                               Rudolf Bembenneck, 2007

Lebensstationen von Rudolf Bembenneck:

  • 24.08.1933 – 04.01.2018
  • Gymnasium Detmold - mittlere Reife
  • Ausbildung/ Leiter einer Poststelle in Fürstenberg
  • 1957-1960 Predigerausbildung
  • 1960-1967 Erwachsenenbildung
  • 29.06.1962 Heirat, sechs Kinder
  • berufsbegleitende Weiterbildung zum Pastor
  • 1970-1990 Pastor in Burgdorf an der St. Pankratius Kirche
  • 1977 bis Ende 2001 Mitglied der Landessynode
  • 1990-1998 Leiter der Erwachsenenbildungsstätte Lutherstift in Falkenburg
  • November 1993 bis Ende 2001 Vorsitzender im Landessynodalausschuss, besonders Einsatz für Förderung von Frauen in Führungspositionen, einen offenen Umgang mit gleichgeschlechtlich Liebenden sowie für das Verhältnis von Juden und Christen
  • 1998 Ruhestand

Ehrenamtliche Tätigkeiten und Wirken:

  • schon zu Schulzeiten ehrenamtliches Engagement beim CVJM
  • Mitinitiator der Aktion „Essen auf Rädern“, die 1973 ins Leben gerufen wurde
  • ab 2008 Vorsitzender Förderkreis für Burgdorfer Senioren
  • 2007 Umgestaltung der ehem. jüdischen Synagoge in die KulturWerkStadt
  • 2006-2008 Initiative zu den Stolpersteinen vor den Häusern ehem. jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Burgdorf
  • 2008 „Die Gläserne Wand“ / Ernst Pinchas Blumenthal
  • 2008 Gedenkfries zur Erinnerung an die Burgdorfer Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung im Ratssaal des Schlosses 
  • ab 2008 Arbeitskreis Gedenkweg 9. November und Arbeitskreis Stadtgeschichte und Integration,
  • Mitbegründer des BMGH (Burgdorfer Mehrgenerationenhaus)
  • 2017 Herausgabe des Buches „Im Schatten des Vergessens“ (gemeinsam mit der Gedenkstätte Ahlem) – Aufarbeitung der Geschichte von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen während der Naziherrschaft und ihr Schicksal nach dem 2.Weltkrieg in Burgdorf (Lager Ohio)

Auszeichnungen:

  • 2009 Bürgermedaille der Stadt Burgdorf
  • 2016 Bundesverdienstkreuz

Berichterstattung         Redebeitrag des Schulleiters zur Namensgebung